Regenschutz für die Kamera – 4 ultimative Tipps Deine Ausrüstung zu schützen

Kamera mit angebrachtem Regenschutz für die Kamera von vorne

Die besten Fotos entstehen bei Schietwetter. Mit einem Regenschutz für die Kamera kannst Du bei Regen und Schnee fotografieren, ohne Dir allzuviel Sorgen um die Kamera machen zu müssen.

Einmal im Jahr findet in Bremen Europas größter Samba Karnevals Umzug statt. Seit einigen Jahren mache ich dort Fotos. Die meisten Jahre war das Wetter gut. Doch vor 4 Jahren war der Wettergott ungnädig und hat es wie aus Eimern geregnet.

Ich habe das verächtliche Lachen zweier Kollegen noch deutlich im Ohr, als ich meinen Regenschutz für die Kamera und das Objektiv auspackte und anbrachte: “Das ist nur was für Looser. Wir brauchen so was nicht”. Stimmt, oft braucht man ihn nicht. Und stimmt auch wieder nicht:
Ein paar Stunden später traf ich einen der 2 Kollegen wieder. Sein Gesicht sah nicht gerade fröhlich aus, denn die etwa 3 Stunden Dauerregen hat seine teure Kamera nicht überlebt. Das war ein teures Vergnügen für ihn……

Damit Dir das nicht passiert, habe ich diesen Artikel geschrieben. Ich gebe Dir Tipps, wie Du Deine Kamera gut gegen schützen kannst, damit Du unbeschwert bei Regen und Schnee und am Strand (Sand ist genau so schlimm wie Regen) oder unter einem Wasserfall fotografieren kannst.

Fotograf beim Fotografieren mit umgehängter Kamera und einem Regenschutz für die Kamera und das Objektiv
Fotografieren im Regen

Damit Du mit tollen Fotos von Deinem nächsten Trip zurück kommst, lese Dir meinen Artikel über bessere Urlaubsfotos durch.

Regenschutz für die Kamera – Die Tipps

  • Tipp 1: Ausrüstung regensicher transportieren
  • Tipp 2: Gegenlichtblende nutzen
  • Tipp 3: DIY Regenschutz
  • Tipp 4: Regenschutz-Cape

Tipp 1: Ausrüstung regensicher transportieren

Wenn Du unterwegs bist, solltest Du Deine Ausrüstung nur in einer Tasche oder einem Fotorucksack mit einem extra Regenschutz transportieren. Achte darauf beim Kauf eines Fotorucksackes. Einen Bericht von einem Fotorucksack, der einen solchen Regenschutz hat, kannst Du in diesem Erfahrungsbericht lesen.

Wenn Du nur eine normale Umhängetasche, wie ich sie zum Beispiel bei meinen kurzen Städtetrips nutze, verwendest, kaufe Dir Objektivbeutel aus Neopren, wie es sie von Lens-Aid oder C-Rope gibt. Ich persönlich nutze den Kamerabeutel und die Objektivbeutel von Lens-Aid, die Produkte von C-Rope sind aber fast identisch.

Damit ist Deine Ausrüstung einigermaßen geschützt und übersteht auch mal einen kurzen Regenschauer.

Tipp 2: Gegenlichtblende nutzen

So komisch das auch klingen mag: Benutze die Gegenlichtblende für Dein Objektiv. Denn zumindest die Objektive für den Consumerbereich sind nicht spritzwassergeschützt. Die Gegenlichtblende bietet einen minimalen Schutz für das Objektiv.

Damit verhinderst Du allerdings nur Tropfenbildung auf der Frontlinse Deines Objektivs, und das auch nur, wenn es nur ein bisschen nieselt.
Wenn Deine Kamera und Dein Objektiv nicht spritzwassergeschützt sind, läufst Du immer noch Gefahr, dass die Elektronik Schaden nimmt.

Nicht alle Kameras sind spritzwassergeschützt: Meine alte Canon EOS 60D ist zum Beispiel nicht spritzwassergeschützt, meine Hauptkamera, die Canon EOS 6D Mark II dagegen ist extra abgedichtet und daher spritzwassergeschützt. Bei den Objektive ist es ähnlich: Bei Canon sind nur die teuren Objektive der L-Serie spritzwassergeschützt.

Um rauszufinden, ob Deine Kamera und Objektive spritzwassergeschützt sind, schaue am besten in die technischen Daten auf der Herstellerseite.

Tipp 3: DIY Regenschutz

Wenn Du nichts anderes zur Hand hast, musst Du improvisieren und Dir einen Regenschutz selber basteln.

Nehme einfach eine Plastiktüte, die Du mit einem Gummiband am Objektiv befestigst. Für die Frontlinse schneide einfach ein Loch in der Größe des Objektivs hinein.

Dieser Regenschutz ist zwar schnell anzubringen, hat jedoch 2 entscheidende Nachteile:

  • Er ist nicht vollständig dicht
  • Bei Wind kann die Tüte ins Bildfeld wehen
Besser einen Regenschutz für die Kamera, der nicht 100% dicht ist, als gar keinen Regenschutz. Click to Tweet

Manche Kollegen empfehlen zusätzlich zur Plastiktüte noch, einen Regenschirm zu benutzen.
Ganz ehrlich: Ich finde das unsinnig. Sinnvoll verwenden kann man den Regenschirm eigentlich nur, wenn man zu zweit (und das ist man selten) unterwegs ist. Bei Wind macht das dauernde Umklappen des Schirmes auch eher den Schirm kaputt als die Ausrüstung zu schützen.

Tipp 4: Regenschutz-Cape

Wenn Du im Internet nach einem Regenschutz für die Kamera suchst, findest Du Angebote von verschiedenen Herstellern, von billig bis teuer. Sie alle versprechen Dir einen fast vollständigen Regenschutz für Deine Kamera und das Objektiv. Ob das stimmt oder nicht, lasse ich mal dahin gestellt, verlassen würde ich mich darauf jedenfalls nicht unbedingt.

Auch der beste Regenschutz lässt irgendwann einmal Wasser durch. Click to Tweet
Der Triberger Wasserfall im Schwarzwald fotografiert mit Regenschutz für die Kamera
Triberger Wasserfall im Schwarzwald
Worauf Du beim Kauf achten solltest

Achte darauf, dass der Schutz sowohl die Kamera als auch das Objektiv umfasst.

Bevor Du den Regenschutz das erste Mal im Regen einsetzt, solltest Du einige Trockenübungen machen.

Regenschutz für die Kamera – Mein Fazit

Ich empfehle Dir, über einen vernünftigen Regenschutz für Deine Kamera nachzudenken, denn schließlich hast Du viel Geld in Deine Ausrüstung investiert. Wenn Du meine Tipps beherzigst, kannst Du auch unbeschwert fotografieren, wenn Du von einem Schauer überrascht wirst.

Der DIY Regenschutz ist nur zu empfehlen, wenn wirklich nichts anderes zur Hand ist und Du auf ein Foto nicht verzichten willst oder kannst.

Hast Du Fragen oder Anregungen? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

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