Das Joby Gorillapod 5K im Kurztest

Ministativ Joby Gorillapod im Praxiseinsatz
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Zuletzt aktualisiert vor 8 Monaten durch Rolf Hackemann

Vor etwa einem 1/2 Jahr habe ich mir ein Joby Gorillapod gekauft, eines von diesen Ministativen mit flexiblen Beinen. Ich war es einfach leid, entweder auf Fotos verzichten zu müssen, weil das Stativ mal wieder zuhaus geblieben war, oder aber den ISO hoch zu drehen.

Wenn Du beabsichtigst, Dir ein solches Ministativ zu kaufen, bist Du hier richtig. Ich schildere Dir meine Erfahrungen mit dem Joby Gorillapod 5K und sage Dir, auf was Du beim Kauf eines Joby Gorillapod achten solltest.

Worauf Du beim Kauf eines Joby Gorillapod achten solltest

Es gibt mehrere Gorillapod Ministative. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Tragfähigkeit des Kopfes, ansonsten sind die Stative relativ gleich.

Wenn Du beabsichtigst, Dir ein Joby Ministativ zu kaufen, achte darauf, dass das Stativ Deine Kamera mitsamt des Objektivs auch sicher hält. Da sich die Stative im Gewicht nur geringfügig unterscheiden, greife lieber zum nächst größeren Stativ.

Ich persönlich habe das Joby GorillaPod 5K mit dem dazugehörigen Kugelkopf im Einsatz. Die Bezeichnung 5K steht hier für die Tragfähigkeit von 5kg. Das Joby GorillaPod 5K hält auch eine DSLR wie meine Canon EOS 6D Mark II mit dem Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II sicher und stabil.

Wenn Du ganz sicher gehen willst, dass das Ministativ Deine Kamera-Objektiv-Kombination auch sicher hält, nimm sie einfach zum Kauf mit und probiere es aus.

Für wen ist das Joby Gorillapod geeignet?

Wenn Du viel unterwegs bist, und ein leichtes, flexibel einsetzbares und stabiles Stativ suchst, ist das Gorillapod von Joby genau richtig für Dich:

Es ist leicht und kompakt, und lässt sich dank seiner flexiblen, biegsamen Beine sowohl für die Fotografie als auch für Videos einsetzen. Seine kompakte Größe kompensiert das Ministativ durch seine biegsamen Beine, mit denen es an vielen Stellen angebracht werden kann.

Durch die biegsamen Beine ist es auch bei Vloggern sehr beliebt.

Das Joby Gorillapod 5K im Praxiseinsatz

Wenn Du bei Ministativ an die kleinen Tischstative denkst, die man in den einschlägigen Elektronikfachmärkten an der Kasse findet, kann ich Dich beruhigen: Zwischen diesen Stativen und dem Gorillapod liegen Welten. Das Gorillapod aus dem Hause Joby ist, je nach Ausführung, erstaunlich stabil und tragfähig, und es ist sehr gut verarbeitet.

Seit etwa einem 1/2 Jahr habe ich das Joby Gorillapod 5K im Praxiseinsatz. Inzwischen hat es seinen festen Platz in meinem Fotorucksack. Das Ministativ gehört zu den Dingen, die ich, neben Kamera und Objektiven, wirklich immer dabei habe.

Seine Feuertaufe hat das Stativ anlässlich eines Kurztrips nach Hamburg mit Bravour gemeistert:

Gegen Abend waren meine Freundin und ich mit der Fährlinie 62 unterwegs von den Landungsbrücken nach Finkenwerder. Als wir den Burchardkai passierten, ging die Sonne unter. Normalerweise hätte ich jetzt mein “großes” Stativ genutzt. um zu fotografieren, doch das lag zuhause.
Um aus der Hand zu fotografieren, hätte ich den ISO auf 3200 hoch setzen müssen, um mit solch kurzen Verschlusszeiten arbeiten zu können, die verwacklungsfreie Aufnahmen gestatten. Das wollte ich nicht.

Containerbrücke vom Burchardkai Hamburg im Sonnenuntergang fotografiert mit dem Joby Gorillapod 5K
Burchardkai im Sonnenuntergang

Wie ich diese Aufnahme umgesetzt habe, erkläre ich Dir jetzt kurz:

Da ich das Gorillapod 5K zum Glück eingepackt hatte, habe ich es einfach mit seinen biegsamen Beinen draußen an der Reling befestigt. Die Tragfähigkeit des Kopfes hat auch meine Canon EOS 6D Mark II mit dem EF 70-200mm f/4L IS noch sicher gehalten. Um die Schwankungen des Schiffes auszugleichen, habe ich im Serienbildmodus fotografiert und die besten Aufnahmen bearbeitet.

Das Bild ist mit ISO 100 und einer Verschlusszeit von 1/8 Sekunde und dem Canon EF 70-200mm f/4L USM entstanden. Ohne den ISO hoch zu setzen, wäre die Aufnahme so gar nicht möglich gewesen, denn ich habe auch noch einen leichten ND Filter vor dem Objektiv gehabt.

Ministativ Joby Gorillapod – Mein Fazit

Die biegsamen Beine ermöglichen Dir viele interessante Perspektiven, die mit einem ausgewachsenem Tripod-Stativ nicht oder nur sehr schwer möglich wären.

Das Joby Gorillapod Ministativ ersetzt keineswegs ein großes Tripod, aber es ermöglicht neue Perspektiven und Aufnahmen, die ganz ohne Stativ kaum möglich wären. Click to Tweet

Ich kann Dir nur empfehlen, Dir ein solches Ministativ anzuschaffen. Das Gorillapod 5K ist mit knapp 750g samt Kugelkopf wirklich angenehm leicht, um es immer dabei zu haben. In der Ausführung, wie ich es einsetze, trägt es auch eine etwas schwerere DSLR noch sicher.

Auch wenn der Preis für das Gorillapod sich erst mal hoch anhört: Es ist jeden Cent wert, und kein Vergleich zu den vielen Angeboten aus China. Ich bin mir sicher, Du wirst es schon bald nicht mehr missen wollen.

Eines sollte Dir klar sein: Ein Ministativ kann ein ausgewachsenes Tripod-Stativ keineswegs ersetzen. Es ermöglicht aber Aufnahmen, die ohne ein Stativ nicht möglich wären. Dank der biegsamen Beine lässt es sich an Ästen, Pfählen etc. befestigen und ermöglicht Dir so neue, spannende Perspektiven.

Hast Du Anregungen oder Anmerkungen? Dann teile sie mir gerne in den Kommentaren mit.

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